Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die urkundlichen Ersterwähnungen der Orte des mittleren Ostertals in aufsteigender Reihenfolge.


17. November 880

Bibliothèque Nationale Paris
Cod. lat. 9264

In der durch den ostfränkischen König Ludwig III. ausgestellten lateinischen Urkunde wird der Frankfurter Salvatorkapelle u. a. das Lehen des Heririh in “Osterenaha” bestätigt. Damit ist das mittlere Ostertal samt dem Zentrum Niederkirchen gemeint.


16. Okt. 1152

Archives de la Marne, Reims
56 H 1029

Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) bestätigt dem Remigiuskloster in Reims u. a. das Dorf Brucca in der Grafschaft Kiriberch. Damit ist entweder Osterbrücken oder die Wüstung Brücken (bei Ulmet, Krs. Kusel) gemeint.


1262

Landesarchiv Speyer
Best. F 1, Nr. 114a), fol. 61

Johannes, Pfarrer in Dudweiler, übergibt dem Kloster Wörschweiler Güter in Dunzweiler, Sigartsweiler (vermutlich Wüstung bei Kirrberg bei Homburg) und Selchenbach [Abschrift].


13. Jan. 1344

Landeshauptarchiv Koblenz
Best. 1 A, Nr. 5254

Ritter Ulrich vom Steine und seine Frau Irmgard genehmigen verschiedenen ihrer Leibeigenen, darunter Adelheid vom Hofe (= Hoof), den Verkauf ihres Anteils am Mühlenwald zwischen Hoof und Leitersweiler an den Erzbischof Balduin von Trier.


1412/13

Landesarchiv Speyer
Best. B 2, Nr. 1330/2, fol. 28

In einem Verzeichnis ehemaliger Schultheißen des Abtes von Wörschweiler wird auch Henne Smyt von Mart (= Marth) genannt. Die undatierte Liste steht zwischen Listen aus den Jahren 1412 und 1413.


1413

Landesarchiv Speyer
Best. B 2, Nr. 1330/2, fol. 29

In einem Bußenverzeichnis des Klosters Wörschweiler wird auch Syblen von Boppach (= Bubach) genannt.


10. Apr. 1443

Landesarchiv Speyer
Best. F 1, Nr. 49a), fol. 236

In einer Schlichtungsurkunde anlässlich eines Streites wegen der Nutzung von Ländereien des Klosters St. Remigiusberg (bei Kusel) wird auch Besitz “zum Sail gelegen” (= Saal) genannt. (Abschrift)