März 2017
Vorstellung der Chronik des mittleren Ostertals Band 4 in Niederkirchen
„Ein Werk, das mit Geld eigentlich nicht zu bezahlen ist“
Der Heimat- und Kulturverein Ostertal stellte seinen neuesten Chronik-Band vor.
Niederkirchen. In einer eindrucksvollen Veranstaltung im Kulturzentrum Niederkirchen stellte der Heimat- und Kulturverein Ostertal den vierten Band der „Chronik des mittleren Ostertals“ der Öffentlichkeit vor. Die Laudatio auf das von den Autoren Hans Kirsch und Klaus Zimmer verfasste zweibändige Werk, das die Geschichte des mittleren Ostertals in der Weimarer Republik und im Dritten Reich beschreibt, hielt der aus München stammende Historiker Dr. Franz Maier vom Landesarchiv Speyer. Eingehend beschrieb und bewerte er die einzelnen Kapitel und kam zu dem Schluss: „Meiner Ansicht nach lässt die Behandlung der Themen auch für den professionellen Historiker keine Wünsche offen. Man würde sich nur wünschen, dass es vergleichbare Veröffentlichungen für eine größere Zahl von Orten geben würde. Ihre Bedeutung für eine örtliche Identitätsbildung und eine politische Bildung unter demokratischen Vorzeichen ist gar nicht hoch genug einzuschätzen.“ Der Referent lobte die „überaus reichliche Ausstattung der Bände mit Bildmaterial, zeitgenössischen Fotos, mit größtenteils farbig gestalteten Karten und Plänen, die den Text hervorragend veranschaulichen“. Zusammenfassend schloss Maier, dass man die sieben Orte des mittleren Ostertals und die Stadt St. Wendel und darüber hinaus auch die Landkreise St. Wendel und Kusel zu dieser Chronik nur beglückwünschen könne. Ein Werk wie dieses sei eigentlich mit Geld nicht zu bezahlen. „Es ist eine Ortschronik, wie man sie sich als Fachhistoriker wünscht, aber nur sehr selten findet.“

Die Buchautoren Hans Kirsch (links) und Klaus Zimmer (rechts) mit dem Laudator Franz Maier vom Landesarchiv Speyer.
Foto: Nicole Glücklich
In seiner Begrüßung der zahlreichen Gäste, unter denen sich allerdings keine Parteipolitiker befanden, hatte der Vorsitzende des Heimatvereins, Hans Kirsch, daran erinnert, dass es im Vorfeld der Veranstaltung durchaus Stimmen gegeben hatte, di